“Weißt du, manchmal denke ich, ich
sollte einfach auf die Welt scheißen und mich nur noch um mich
kümmern. Alles andere endet doch sowieso nur in einem Desaster.”
“Meinst du nicht, das Leben wäre
dann irgendwann ein bisschen einsam?”
“Ja, das hab' ich mir auch schon
gedacht. Aber dann wiederum frage ich mich, ob das so einen großen
Unterschied machen würde, denn eigentlich fühle ich mich jetzt
schon mit der Welt alleingelassen.”
“Wie kann man sich denn in einer so
großen Welt alleine gelassen fühlen?”
“Hah, ja das scheint fast ein wenig
ironisch. Aber ich glaube, gerade weil sie so groß ist, kann man
sich ausgesprochen alleine fühlen an so einem großen Ort der
gefüllt ist mit so viel Leben das eigentlich nicht wirklich lebt.”
“Das verstehe ich nicht.”
“Ist vielleicht besser so. Auf jeden
Fall gibt es nur einen Grund, warum ich es nicht schaffe mich nur mit
mir selbst zu befassen.”
“Ja?”
“Weil ich micht nicht leiden kann,
deswegen. Weil ich mich nicht kennenlernen möchte, aus Angst, dass
ich mich nicht ertragen kann. Und wenn ich selbst mich nicht ertragen
kann, warum soll mich dann eigentlich überhaupt Jemand ertragen
müssen?”
“Wie meinst du das?”
“Ich meine damit nicht, dass ich
sinnlos bin oder diese Welt verlassen will. Ich will hier nicht weg
...aber ich möchte auch nicht hier sein...- Ich kann es nicht
erklären.
Ich begreife diese Welt nicht.
Menschen brauchen einander und doch
machen sie sich nur kaputt. Ich verstehe nicht, wo darin der Sinn
liegen soll.”
“Das klingt alles so konfus..”
“Manchmal denke ich, es wäre besser,
wenn wir uns alle egal wären. Irgendjemand hat mal gesagt: »Wenn
Jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.«
Das wäre so einfach.”
“Wahrscheinlich ist es einfach zu einfach um zu funktionieren.”
“Ja,
wahrscheinlich.”

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