Sonntag, 30. September 2012

Von der Kunst des Glücklichseins.

“Ich möchte dass du mich lehrst.”
“In welcher Kunst soll ich dich denn belehren?”
“In der Kunst des gesunden Egoismus.”
“Muss ich das jetzt als Beleidigung oder Kritik ansehen?”
“Oh nein, im Gegenteil! Die Eigenschaft habe ich immer am meisten an dir bewundert!”
“Nun ich weiß leider nicht, wie ich dir das beibringen soll.. hör einfach auf dir Sachen zu Herzen zu nehmen, die dich nur unnötig belasten!”
“Das ist gar nicht so einfach.. Ich versuche wirklich krampfhaft, dieses Stechen loszuwerden, der kleine heftige Nadelstich in meinem Hirn, meinem Gewissen, meinem Herzen.. aber er kommt immer wieder zurück.”

Wenn du noch nicht egoistisch bist, wurdest du anscheinend noch nicht oft genug enttäuscht.”

“Wie oft soll ich denn noch enttäuscht werden?”
“Es kommt ja auch darauf an wer dich enttäuscht. Wenn du dich ständig nur selbst enttäuschst, wird der Nadelstich bleiben.”
“Aber es ist garnicht so, dass nur ich mich enttäusche. Das tun auch andere.”
“Na dann.. Dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit. Und dann bist du entweder glücklich.. oder leer. 'I have become comfortably numb'* fällt mir dazu gerade ein. Ich würde sagen, du entscheidest, was du wirst. Ein guter Egoist ist glücklich. Ein schlechter Egoist ist einer, der sich danach noch leerer fühlt als zuvor ohnehin schon.”

---
*Pink Floyd.

"I can't explain
You would not understand
This is not how I am.
I... Have become comfortably numb "

Dienstag, 25. September 2012

"Die Maske fiel und sie zerbrach, so bin ich ihr gefolgt und fand mich nicht..."

“Kennst du dich?”
“Wie?”
“Na ob du dich gut kennst.”
“Natürlich kenne ich mich!”
“Also ich kenne mich nicht. Und eigentlich bin ich auch der Meinung, dass Niemand sich wirklich kennt. Wir glauben oft, dass es so ist. Aber irgendwie schaffen wir es doch immer wieder, uns selbst zu überraschen.”
“Überraschung ist doch aber gut.”
“Findest du? Aber es gibt ja nicht nur gute Überraschungen. Manchmal gibt es auch böse Überraschungen, und die gibt es schneller als wir glauben. Wir tun Dinge, denken Dinge und Zack- ehe du dich versiehst bist du schon wieder ein anderer Mensch.”
“Schon wieder?”
 
“Ich glaube daran, dass ein Mensch niemals nur das Leben einer einzigen Person lebt. Wir haben doch sowieso alle ganz verschiedene Persönlichkeiten in uns. Ganz viele verschiedene Gesichter. Manche zeigen wir, manche verstecken wir. Manche würden wir gerne verheimlichen aber können es nicht und manche können wir selbst nicht leiden. Manche schaden uns, manche retten uns.
Aber ein Mensch mit nur einem Gesicht, den gab und gibt es nicht. Höchstens Menschen, die ihr Leben lang eine Maske tragen.”


Sonntag, 23. September 2012

Einmal Narzissmus zum mitnehmen, bitte.


“Weißt du, manchmal denke ich, ich sollte einfach auf die Welt scheißen und mich nur noch um mich kümmern. Alles andere endet doch sowieso nur in einem Desaster.”

“Meinst du nicht, das Leben wäre dann irgendwann ein bisschen einsam?”
“Ja, das hab' ich mir auch schon gedacht. Aber dann wiederum frage ich mich, ob das so einen großen Unterschied machen würde, denn eigentlich fühle ich mich jetzt schon mit der Welt alleingelassen.”

“Wie kann man sich denn in einer so großen Welt alleine gelassen fühlen?”

“Hah, ja das scheint fast ein wenig ironisch. Aber ich glaube, gerade weil sie so groß ist, kann man sich ausgesprochen alleine fühlen an so einem großen Ort der gefüllt ist mit so viel Leben das eigentlich nicht wirklich lebt.
“Das verstehe ich nicht.”

“Ist vielleicht besser so. Auf jeden Fall gibt es nur einen Grund, warum ich es nicht schaffe mich nur mit mir selbst zu befassen.”

“Ja?”

“Weil ich micht nicht leiden kann, deswegen. Weil ich mich nicht kennenlernen möchte, aus Angst, dass ich mich nicht ertragen kann. Und wenn ich selbst mich nicht ertragen kann, warum soll mich dann eigentlich überhaupt Jemand ertragen müssen?”

“Wie meinst du das?”

“Ich meine damit nicht, dass ich sinnlos bin oder diese Welt verlassen will. Ich will hier nicht weg ...aber ich möchte auch nicht hier sein...- Ich kann es nicht erklären.
Ich begreife diese Welt nicht.
Menschen brauchen einander und doch machen sie sich nur kaputt. Ich verstehe nicht, wo darin der Sinn liegen soll.”

“Das klingt alles so konfus..”

“Manchmal denke ich, es wäre besser, wenn wir uns alle egal wären. Irgendjemand hat mal gesagt: »Wenn Jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.« Das wäre so einfach.”

“Wahrscheinlich ist es einfach zu einfach um zu funktionieren.”
“Ja, wahrscheinlich.”




Donnerstag, 20. September 2012

Stillstand

“Schau mal. Der Himmel steht still.”
“Stimmt. Nichts scheint sich zu bewegen.”
“Vielleicht bleibt ja gerade die Zeit stehen, aber wir wissen es nicht. Denk dir nur, was wir tun könnten, wenn die Zeit stehen bliebe.”

“Dann könnten wir endlich mal aufräumen, was schief gelaufen ist, ohne das Gefühl zu haben, dass die Zeit nicht auf unserer Seite ist!”
“Ja! Und endlich mal die Vorsätze erfüllen, die sich die letzten 5 Jahre vor Silvester gesammelt haben.”
“Wirklich endlose Nächte oder Tage erleben.”
“Endlose Nächte, ja.. In denen wir endlos träumen.”

“Wir könnten uns endlich einmal Zeit nehmen, nachzudenken!”
“Und endlich einfach mal nichts denken.”

“Einen wirklich zeitlosen Moment erleben!”
“Zeitlos, ja.”

“Vielleicht können wir ja eine große Kathastrophe verhindern..”
“Und würden nie zur falschen Zeit am falschen Ort sein.”

“Wir könnten endlich mal ungestört reden.”
“Oder Zeit damit verschwenden, darüber zu philosophieren, was wäre, wenn die Zeit still stünde.”

...

“Sieh mal. Die Wolke hat sich bewegt.”
“Ja.”

 















Text: ©Marie Ostwald, 2012

Dienstag, 18. September 2012

Durch.Schnitt


“Was wäre in deinem Kopf wenn man ihn aufschneiden würde?”
“Hirn. Und Blut.”
“Denk doch nicht immer so rational.”
“Wieso, was würdest du auf diese Frage antworten?”

“Erinnerungen. Träume. Tote Schmetterlinge. Raupen. Tote Worte. Worte, die die Welt verändern könnten. Ein Lachen eines Kindes und der letzte Atemzug eines sterbenden Poeten. 
Die Unendlichkeit, in der die Fantasie zuhause ist und der Kreis, indem sich meine Gedanken zu oft drehen. Die vier Wände, in die die Gedanken an dich eingeschlossen sind. Viele, viele Türen zu vielen, vielen Welten. Träume von einer Zukunft. Erkenntnisse aus dem Schlaf der Vergangenheit.
Das Paradoxon meiner Person. Viele Fragen, viel zu wenige Antworten. Stille. Schreie. Stumme Schreie. Notizen an mich selbst. Ein dunkles Unterbewusstsein. Erinnerungen an die, die in meinem Herzen sind. Und Erinnerungen an Gespräche, die ich nie haben werde.”

“Das alles ist in deinem Kopf?”
“Das und viel mehr.”
“Und das alles hat darin Platz?”
“Ja. Aber manchmal reicht das nicht. Manchmal fühle ich mich, als würde mir der Kopf zerbersten.”
“Das klingt grausam.”
“Das ist es, manchmal. Manchmal ist mein Kopf mein eigenes kleines Privates Gefängnis. Und manchmal möchte ich einfach ausbrechen.”
“Schaffst du das?”
“Man kann vielleicht vor vielem davon rennen. Aber nicht vor seinen eigenenen Gedanken.”

--
©Marie Ostwald, 2012

Montag, 17. September 2012

Tach auch.

Ja Hallo ihr Menschen da draußen.
So unschwer es auch zu erkennen ist, das hier ist tatsächlich und wahrhaftig mein neuer Blog.
Da ich inzwischen in meinem anderen Blog fast nur noch Bilder poste, das aber auch nicht wirklich ändern möchte, dachte ich mir, ich könnte ja mal noch einen Blog machen in dem ich schreibe.

Unter Schreiben stelle ich mir in dem Fall folgendes vor:

Ich schreibe schon ziemlich lange, früher habe ich oft Geschichten geschrieben, später dann Gedichte, manchmal auch Songs und so weiter. 
Leider bin ich selten dazu gekommen, eine Geschichte wirklich zu vollenden, weil ich zwar immer Szenen im Kopf hatte, aber sie nie wirklich verbinden konnte.
Also schreibe ich im Moment meistens nur einzelne, unzusammenhängende Szenen, oder Kurzgeschichten und Gedichte.

Nunja, lange Rede kurzer Sinn, einige Texte möchte ich auf diesem Blog teilen, und ich freue mich immer über Feedback. Vorallem möchte ich hier vorerst Texte einer Rubrik teilen, unter der ich Momentan gerne schreibe, und zwar, wie der Blogtitel verrät, "Gespräche, die ich nie haben werde".

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Aber ich male mir oft Situationen im Kopf aus oder lege mir Gespräche zusammen, von denen ich weiß, dass sie im Endeffekt nie so zustande kommen werden. Manchmal denke ich mir aber auch völlig skurrile, fiktive Gespräche aus, einfach so.

Und genau die möchte ich hier veröffentlichen.

Lesefaule können hier aufhören zu lesen, Neugierige können weiterlesen :D


Sooo. Hier unten könnte ich ja, wenn ich schon so beim Tippen bin, mal ein paar Fragen beantworten!

1. Wer bist du eigentlich?
- Ich bin Marie. Tja. Wer ist diese Marie eigentlich. Ich...
bin Chaotisch, Ungeduldig, immer auf der Suche nach Inspiration, Verliebt in Sprachen, Musikverbunden (Sowohl Musik hören - wirklich hören und nicht wie die Meisten nur im Hintergrund laufen lassen- als auch selbst machen.), Tagträumer, Nachtmensch, Selbstkritisch...
...Denke oft nach dem Motto "Warum einfach denken, wenns auch kompliziert geht?", mag Menschen mit Tiefgang. und Pinguine. .. Ach, das wird schon wieder zu viel Text ;)

2. WARUM die Adresse "Monsters in mugs?"
-Oh, das ist ne super Geschichte: E i n f a c h   s o.
Jap. Einfach so, weil ichs kann.
(Und weil ich die Vorstellung von Monstern in Tassen irgendwie niedlich finde. So wie kleine Kätzchen in Tassen. Nur noch besser.)

3. Willst du jetzt immer nur nach dem Motto "Gespräche die ich nie haben werde" schreiben?
- Weiß noch nicht, ich lass das jetzt erstmal auf mich zukommen und warte ab, wie das so läuft. Wenn irgendwann dafür keine Inspiration mehr da ist schau ich weiter. Ich plane meine Texte nicht, also erstmal abwarten.

So. Mehr will ich euch auch erstmal gar nicht zumuten. Wenn ihr mehr Fragen habt könnt ihr mir sie gerne stellen :)

Bis Bald, ihr Monster! ♥