Ist erst tief gesunken
Dann endlich wieder aufgestiegen
Tot ist sie trotzdem
2014
Gespräche, die ich nie haben werde
Samstag, 13. Dezember 2014
Ebbe und Flut
Flut in den Augen
Steigt bis zum Kopf
Und drunter Ebbe
Deine Tritte
Tief im Watt
Unter meinem Brustkorb
Lass das.
2014
Dienstag, 2. September 2014
Aus der Haut
Aus der Haut
Mag mein Gesicht vollkommen weiß anmalen
Um endlich mal niemand zu sein
Und nicht
Nicht einmal
Jemand
-2014-
Mag mein Gesicht vollkommen weiß anmalen
Um endlich mal niemand zu sein
Und nicht
Nicht einmal
Jemand
-2014-
Samstag, 25. Januar 2014
Irrlicht-
„There are so many things that I don't understand
There's a world within me that I cannot explain
Many rooms to explore, but the doors look the same
I am lost I can't even remember my name
There's a world within me that I cannot explain
Many rooms to explore, but the doors look the same
I am lost I can't even remember my name
I've been, for sometime
Looking for someone
I need to know now
Please tell me who I am“
Looking for someone
I need to know now
Please tell me who I am“
Daft Punk - Within
I
Im wahren Leben sind wahre Gedanken nur absurde Theatralik.Und du lachst weil es das ist, was du immer tust.
Egal wie nah die Kreissäge deinem Gesicht ist.
II
Und ich verstricke mich in Floskeln und hoffe dass du die wahren Worte heraus hörst
Aber vielleicht tust du ja das selbe.
III
Melancholie ist der schwere Mantel, den ich stets trage
Schief nach oben gerichtete Mundwickel mein Irrlicht für euch
Niemand der sich nicht verrennt
Dachte ich
Endlich jemand der sich nicht verrennt.
So dachte ich.
Irrlicht.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Coffee black and egg white
Ich rede so viel, ich sage so wenig
in meinen Ohren ein leises Rauschen
und meine Augen vernehmen nur schwarz und weiß
Hör nicht auf zu denken
Die Kinovorstellung in meinem Kopf ist schon so lange vorbei,
aber ich sitze noch da
graue Linien ziehen sich durch meine Gedanken
Störbild
weißes Rauschen
Hör nicht auf zu träumen
Ich stehe jeden Tag aufs Neue auf
und meide den Blick auf die Uhr
Vielleicht wache ich ja bald auf
und stelle fest, dass alles noch vor mir liegt
Hör nicht auf zu rennen
Will zu den Farben zurückfinden
Hör nicht auf zu suchen
-
2013
Montag, 7. Oktober 2013
"wir lieben es, wir morden uns."
I
Erinnerst du dich an das erste Mal, als du vor den pechschwarzen Augen
deiner eigenen Dämonen erschrocken bist? Du kannst deine weißen Blusen wegpacken. Sie werden immer
Blutverschmiert sein. Egal wie oft du dich erinnerst
an all den Schmerz den du erleiden musstest
an die Leere
die plötzliche, unbegründete Einsamkeit
all die Enttäuschungen
den nächtlichen Geschmack von Tränen
die Träume, aus denen dich deine eigenen Schreie erweckten
an den Moment, an dem du in den Spiegel sahst und wusstest, dass du ein Anderer bist.
Herzlichen Glückwunsch. Du bist Mensch.
II
Menschen
sind dunkle Kreaturen, die dreckigsten von Allen, die sich
geschickt durch weiße Hemden und Krawatte zu verkleiden wissen. Die sich
so leicht verführen lassen von all den primitiven Gütern die
doch keinen Wert haben.
Von all den heuchlerischen Parolen von oben.
Die sich fressen lassen und sich gegenseitig auffressen.
Opfer des
eigenen Kannibalismus.
III
Dein Kopf ist nicht grausam genug für deine Taten.
Es tut dir weh.
Es
schmerzt zu sehen. Zu fühlen. Zu wissen.
Die Lügen Tag für Tag zu hören. Die Ketten Tag für Tag zu sehen. Weltschmerz zu fühlen.
Doch am meisten schmerzt es dich, Vögel fliegen zu sehen.
2013
Dienstag, 25. Juni 2013
Träum weiter
Bin doch im Endeffekt eigentlich immer
allein
weil mich niemand so versteht wie ichs
mir ausmale
weil ich immer alles poetisieren muss
weil Menschen eben nicht sind wie die
Figuren in Büchern
Wie dieses Feinsinnige, wilde, und doch
zahme Geschöpf,
das dir zuhören kann wenn du es
brauchst und dir den Mund verbieten wenn schon alles gesagt ist und
du im Begriff bist dich in Wiederholungen zu verlieren die dich immer
weiter in das Chaos rücken
Das Leben ist kein Gedicht, Menschen
sind keine Verse
und Zwischenmenschliche Beziehungen
-wenn überhaupt -
nicht mehr als eine Strophe
und jede Strophe hat ihr Ende
Bist du es nicht Leid, mein Kind?
Den ewigen Kampf um den Träumer in dir?
Den ewigen Kampf um den Träumer in dir?
Wo bringt er dich hin, doch nur in
Schwierigkeiten, kein Stück voran!
Was zeigt er dir; alles, außer das,
was wahr ist!
Doch gibst du ihn auf um klar zu sehen,
wer bist du dann?
Der ewige Kreis der keinen Sinn ergibt
Träumst du, steht die verzerrte
Realität dir so oft im Sinn; im Endeffekt im Weg.
wachst du auf, ist der Traum
verschwunden.
Und was sollst du dann schon noch mit
der Realität anfangen?
Was treibt dich dann noch voran?
2013
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