Mittwoch, 31. Oktober 2012

Blind.

"Weißt du, ich laufe immer durch die Straßen und frage mich, ob mich überhaupt Jemand sieht.
Ob überhaupt Jemand ahnt, was in meinem Kopf vorgeht.
Ob Jemand vermutet, was hinter meinen Augen lauert, 
hinter meinem Blick, hinter dieser Lebenslangen Maske.

Ob dieser Jemand vielleicht die selben Ängste hat wie ich.
-Aufzugeben.
Sich der Angst hinzugeben.
Taubstummblind zu sein.
Damit aufzuhören, zu fragen und zu schreien.-




Ob dieser Jemand meine Träume sieht, sie vielleicht auch teilt.
Ob dieser Jemand weiß, wie es brennt.
Wie schwer die ewigen Fragen auf der Brust liegen und 
wie sehr sie einem den Atem rauben können.
Welches Ausmaß dieser Sandsturm in meinem Kopf hat.

Ich frage mich, ob Menschen mich sehen.

Denn ich sehe sie.
Ich beobachte sie und frage mich was sie für Träume haben. Visionen.
Was in ihrem Kopf vorgeht.
Wie viel in ihnen steckt.

Denn in mir, da steckt so viel mehr als es ein Außenstehender wahrnehmen könnte.
Und ich will gesehen werden.

Aber die Realität ist, ich werde nicht gesehen.
Das macht mich traurig.
Die Menschen sind für Tiefsinn blind geworden."

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